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Download 2011.02.02 AGOCist. DE-Homilie Darstellung des Herrn, Marienkron.pdf

Contents : FEST DER DARSTELLUNG DES HERRN Abtei Marienkron 2. Februar 2011 P. Mauro-Giuseppe Lepori O. Cist. Lesungen: Mal 3 1-4 Hebr 2 14-18 Lk 2 22-40 Als Jesus zum allerersten Mal in den Tempel kam in das Haus seines Vaters zog er die Aufmerksamkeit zweier Personen auf sich die in der Begegnung mit ihm Sinn und Ziel ihres Lebens sahen. Es waren dies Simeon und Anna ein Mann und eine Frau die seit langem schon ihr ganzes Leben Gott geweiht hatten die Gott im Tempel Tag und Nacht mit Fasten und Beten dienten . Das Evangelium schildert uns Simeon als einen vom Heiligen Geist durchdrungenen Mann als einen Menschen der sich ganz und gar auf die Eingebung und das Wirken des Heiligen Geistes eingelassen hatte. Der Evangelist Lukas schreibt: Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden er werde den Tod nicht schauen ehe er den Messias des Herrn gesehen habe. Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel gef hrt. Der Heilige Geist hatte dem Herzen dieser beiden alten Menschen die grosse Sehnsucht den Messias zu sehen eingegeben. Es war dies die eigene Sehnsucht des Heiligen Geistes des Geistes der Liebe der in der Welt gegenw rtig war wie um hier in der Welt und in der Zeit demjenigen zu begegnen von dem er sich in der Ewigkeit der Dreieinigkeit nicht trennen konnte. Dieses feine Gesp r f r den Heiligen Geist diese F gsamkeit dem Heiligen Geist gegen ber wurden Simeon und Anna im Gebet geschenkt. Diese Gabe war eine Frucht ihrer Gottesweihe die Frucht ihres Verharrens im Tempel von Jerusalem. Diese beiden alten Menschen waren gleichsam zu Antennen geworden die in ihrer vollkommenen Aufnahmef higkeit die leiseste Inspiration des Heiligen Geistes wahrzunehmen vermochten. Es war ihr beharrlicher Wunsch Gott da zu begegnen wo er gem ss der Tradition ihres Volkes den Menschen seine Gegenwart zugesichert hatte im Tempel. Und so wurden sie hier zu Zeugen der Begegnung Gottes mit den Menschen aber auch der Begegnung Gottes mit Gott im Geheimnis der ewigen Gemeinschaft der Dreifaltigkeit. Im Haus des Vaters werden Simeon und Anna zu sichtbaren Zeugen der unsichtbaren Begegnung des Heiligen Geistes mit dem Sohn der hier hergebracht wurde um seinem Vater zu begegnen. Sie werden sozusagen hineingef hrt in das Innere der g ttlichen Freude das heisst in die Freude des Einsseins in der Liebe in die Freude des dreieinigen Gottes der sich f r die Welt ffnet und sich ihr mitteilt. Und dazu bedient er sich zweier armseliger und unscheinbarer Menschen die da sind um Ihn aufzunehmen. Simeon und Anna sind arm weil der einzige Reichtum ihres Lebens im Warten auf den Messias besteht und in der Freude Ihn zu empfangen als das Heil Israels und die Erl sung Jerusalems . Wenn diese Freude der dreifaltigen Gemeinschaft sich den Menschen mitteilt wird sie im Menschen zum Dank wird sie Eucharistie . Ohne sich dessen bewusst zu sein nimmt Simeon unter der F hrung des Heiligen Geistes die eucharistische Handlung der Verwandlung von Brot und Wein vorweg. In dem Moment wo er Christus begegnete nahm er das Kind in seine Arme und pries Gott das hei t er sagte Dank und er tat das mit dem gleichen Beweggrund mit dem jede Eucharistie gefeiert wird zum Segen der ganzen Menschheit in Christus: Meine Augen haben das Heil gesehen das du vor allen V lkern bereitet hast ein Licht das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit f r dein Volk Israel. Simeon nimmt bereits das Licht und die Herrlichkeit des auferstandenen Herrn wahr das einzige herrliche Licht oder die einzige lichtvolle Herrlichkeit die zugleich Israel und die Heiden die zugleich die Kirche und die Welt zu erleuchten vermag. Dieses Licht ist bereits die Morgend mmerung des Osterereignisses. 1 Der Heilige Geist l sst Simeon das Geheimnis des Kreuzes erahnen und verk nden. Im Hinblick auf den Gekreuzigten spricht Simeon zu Maria die prophetischen Worte dass ein Schwert ihre Seele durchdringen werde. Dieser Gekreuzigte wird ein Zeichen sein dem widersprochen wird . An diesem Gekreuzigten scheiden sich die Geister in die die durch ihn zu Fall kommen und die vielen die aufgerichtet werden die sich f r Jesus und mit ihm f r ein neues Leben entscheiden. Simeon ist nicht nur Prophet weil er K nftiges voraussagt. Er ist vielmehr Prophet weil der Heilige Geist ihm wie auch Anna die Gabe verleiht das ganze Ausmass dessen was sie in diesem Augenblick erleben zu erfassen und zu deuten. Simeon vermag die Bestimmung des Kindes das er in seinen Armen h lt zu erfassen und diese Bestimmung betrifft die ganze Menschheit sie umfasst die Bestimmung der ganzen Menschheit. In diesem Kleinkind das zum ersten Mal in den Tempel kommt um dem Herrn geweiht zu werden sieht Simeon bereits die Vollendung von dessen Geheimnis so wie man in einem Samen den Baum zu erahnen vermag. Simeo
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