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Contents : Handreichung f r Grundschule Entwurf vom Februar 2001 (AUSZUG) NEUE MEDIEN in der S CHSISCHEN GRUNDSCHULE 3. Einsatzm glichkeiten des Computers in der Grundschule 3.1 Vor berlegungen und grundlegende Betrachtungen Herr Bechst dt Frau Franzke S chsisches Staatsinstitut f r Bildung und Schulentwicklung Comenius-Institut eMail: torsten.bechstaedt@ci.smk.sachsen.de heidemarie.franzke@ci.smk.sachsen.de Die meisten Kinder kennen den Computer vor allem als Spielzeug. In Kaufh usern kann man beobachten mit welcher Perfektion sie die Konsolen benutzen. Eltern sehen in den Informationstechnologien Chancen und Perspektiven f r ihre Kinder aber auch die damit verbundenen Anforderungen. Die Grundschule sollte auf diese Entwicklung reagieren. Sie kann einen Beitrag dazu leisten dass berzogene Erwartungen relativiert werden Informations- und Kommunikationssysteme nutzbringend angewendet werden und problematischen Erscheinungen entgegengewirkt wird. Die Profilierung der Grundschule die sich u. a. in einer vielseitigen Gestaltung von neuen Unterrichtsformen durch eine Verst rkung der Kindorientierung aber auch einer Leistungsorientierung im Bereich der Fertigkeiten von grundlegenden Kulturtechniken und der Entwicklung des selbstst ndigen Denkens Lernens und Arbeitens widerspiegelt erfordert eine Stellenwertbestimmung des Computereinsatzes in der p dagogischen Arbeit. Der Computer als Instrument und Medium muss sich im Kontext allgemeiner und spezieller Aufgaben dieser Schulart befinden. Damit ergeben sich Anforderungen und Zielstellungen die in jeder Grundschule gekl rt und bedacht werden m ssen: Der Steuerung des Lernprozesses ist zunehmend gr ere Aufmerksamkeit zuzuwenden da Lernen ein individueller Prozess ist und die Voraussetzungen die die Lernenden mitbringen immer unterschiedlicher werden. Neben der F rderung aller Sch lerinnen und Sch ler sind leistungsstarke ebenso wie leistungsschwache zu f rdern und zu fordern. Die Gestaltung dieses Prozesses soll auf alle Sinne auf die kognitive motivationale emotionale psychomotorische sowie soziale Entwicklung der Sch lerinnen und Sch ler gerichtet sein. Grundschule soll spielerisches selbstgesteuertes Lernen unterst tzen und auf lebenslanges Lernen vorbereiten. Dazu k nnen multimediale Medien in ausgew hlten Bereichen nach einer individuellen Anpassung an den Lernenden und an die aktuelle Situation ein geeignetes Mittel sein. In der kindlichen Lebenswelt nimmt die Technisierung st ndig zu. Ihr muss einerseits mit der Intensivierung der sinnlichen Wahrnehmungsf higkeit an Realobjekten andererseits mit der Anbahnung eines sinnvollen und verantwortbaren Umgangs mit Technik begegnet werden. Im Vorfeld der Nutzung von Computern in der Grundschule muss der p dagogische Rahmen f r den Einsatz in der jeweiligen Schule bestimmt werden da die Verwendung eines neuen bzw. modernen Mediums den Unterricht nicht von allein besser werden l sst. Der Computer muss neben anderen Medien unter einer bewussten Nutzen- und Werkzeugperspektive gew hlt werden k nnen. Medial vermittelte Weltbez ge sollten so weit wie m glich mit den Erfahrungen der Wirklichkeit in Beziehung gebracht werden. In Bezug auf die o. g. Anforderungen ist der Computer in der Grundschule als Werkzeug und Hilfsmittel zu verstehen. Er dient als Lernwerkzeug Informations- und Kommunikationsmittel. Durch einen breitgef cherten Einsatz und eine fach bergreifende Integration dieses Mediums k nnen Sch lerinnen und Sch ler die notwendige Selbsterfahrung in dessen sachbezogener Nutzung sammeln. Dabei sollen sie die M glichkeit erhalten: verschiedene Medien in unterschiedlichen Anwendungssituationen zu bedienen um Abl ufe und Zusammenh nge zu entdecken aber auch um Ber hrungs ngste im Umgang mit technischen Systemen berwinden zu k nnen die Verwendung von elektronischen Informations- Kommunikationsund Steuerungssystemen im t glichen Leben zu beobachten um Auswirkungen des Einsatzes an realen Gegebenheiten diskutieren zu k nnen die eine Bewertung auf Sachebene erm glicht. Dies dient neben der Vorbereitung auf nachfolgende Bildungsg nge und der Bew ltigung von zuk nftigen Anforderungen des t glichen Lebens auch der Entwicklung eines individuellen Wertebewusstseins bez glich der Verwendung und des Einsatzes dieses Mediums. Zugleich wird mit dem Computereinsatz in der Grundschule eine weitere M glichkeit er ffnet sozialen Ausgleich f r die Kinder zu schaffen die zu Hause keinen Zugang zu den Informations- und Kommunikationstechnologien haben. F r eine sachbezogene pragmatische Nutzung lassen sich verschiedene Einsatzbereiche bestimmen: ben und Lernen Dieser Bereich bezieht sich auf eine differenzierte F rderung aller Sch lerinnen und Sch ler und damit auf eine Unterst tzung von Kindern mit Lernschwierigkeiten aber auch auf Herausforderung f r besonders begabte. Dabei ist ein variantenreicher Einsatz zum ben und Wiederholen von Fakten sowie zum Erkennen von Zusammenh ngen denkbar. Die Auswahl des bungssystems muss zielgerichtet erfolgen und erfordert eine hohe Sensibilit t f r die motivationalen und psychischen Aspekte des Lernprozesses beim einzelnen Kind. Durch die Verwendung geeigneter Software lassen sich Unterrichtsabschnitte die eine besonders starke kognitive Pr gung besitzen handlungsorientiert und - aus Sicht des Lernenden - abwechslungsreich sowie attraktiv gestalten. Mit multimedial aufbereiteten Szenarien ist unter bestimmten Voraussetzungen ein selbstgesteuerter Wissenserwerb (Lernprozess) denkbar. Informationsbeschaffung und Kommunikation Nachschlagewerke W rterb cher etc. sind immer h ufiger als elektronische Datensammlungen auf Diskette CD-ROM oder in Netzen zu finden. Das Rechercheergebnis ist bei Kenntnis entsprechender Strategien und Verfahren sowie bei p dagogischer Einengung der Suchm glichkeiten in kurzer Zeit erreicht und von hoher Aktualit t gekennzeichnet. Die Einarbeitung der Ergebnisse kann unmittelbar erfolgen. Globale Netze lassen dar ber hinaus den Computer zum Mittel f r den Austausch von Informationen und zur Kommunikation mit bekannten und nicht bekannten Personen werden. Die Vielfalt der M glichkeiten bei der Informationsbeschaffung und Kommunikation macht eine st ndige Unterst tzung und Kontrolle durch die Lehrperson notwendig. Die hier gew hlte Anordnung der Einsatzbereiche entspricht der Reihenfolge der sukzessiven Einf hrung des Computers in der Grundschule. Die Bedeutsamkeit des letztgenannten Einsatzbereiches ist f r die weitere Entwicklung der Sch lerin und des Sch lers am gr ten. Aufgabenbezogenes konstruktiv-kreatives Arbeiten Durch die Nutzung leicht bedienbarer Programme zum Schreiben Gestalten Malen und Konstruieren werden die Sch ler in die Lage versetzt im Rahmen einfacher thematischer Aufgabenstellung individuelle L sungsangebote zu unterbreiten. Mit der Zusammenf hrung der Einzelergebnisse wird fr hzeitig ein Beitrag zum Erlernen und ben moderner Arbeitsverfahren aber auch zur Auspr gung von sthetischem Empfinden von Einstellungen und Verhaltensweisen geleistet. Dabei geht es nicht um die Bef higung einer professionellen bzw. semiprofessionellen Handhabung von Softwaresystemen. Die M glichkeiten moderner Textverarbeitungssysteme insbesondere bei der Korrektur fehlerhafter der Erg nzung unvollst ndiger oder Gestaltung unformatierter Texte erh hen die Schreibmotivation der Sch lerinnen und Sch ler. Damit verbunden ist ein Training der richtigen Schreibung von W rtern S tzen und Redewendungen. In dem Ende 1997 durch das S chsische Staatsministerium f r Kultus moderierten Workshop wurden M glichkeiten eines p dagogisch motivierten Computereinsatzes in der Grundschule diskutiert und aufgezeigt. Engagierte Grundschullehrerinnen und -lehrer haben die Impulse der Veranstaltung aufgegriffen und realisieren innovative Projekte um notwendige Erfahrungen f r den systematischen Einsatz im Primarbereich sammeln zu k nnen. Einige dieser Beispiele werden im Nachfolgenden beschrieben.
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