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Contents : Raphael Menez M.A. Sozialer Konflikt und soziale Kontrolle Erwerbsarbeit stellt das grundlegende Organisations- und Verteilungsprinzip in modernen Gesellschaften dar. Der Verkauf der Arbeitskraft ist f r gro e Teile der Bev lkerung die Erwerbsgrundlage neben dem freien Warenmarkt bildet der Arbeitsmarkt auf dem auf freier vertraglicher Basis die Arbeitskraft gegen Entgelt getauscht wird ein wesentliches Kennzeichen moderner kapitalistischer Gesellschaften. Grundlegendes Regulationsinstrument der Arbeitsbeziehungen ist zun chst der indidividuelle Arbeitsvertrag der auf der Autonomie der Individuen (Vertragsfreiheit) sowie auf dem Rationalit tsprinzip (zweckrational begr ndete konomische Beziehungen) beruht. Kennzeichen des Arbeitsvertrages: Das Arbeitsverm gen der Besch ftigten soll genutzt werden Der Arbeitgeber kauft ein Verf gungsrecht ber das Arbeitsverm gen also die F higkeit und Bereitschaft der Besch ftigten zu arbeiten Problem dabei: die sog. Unbestimmheitsl cke des Arbeitsvertrages. Der Arbeitgeber kauft keine klar definierte Leistung ein sondern nur die Ware Arbeitskraft (Bereitschaft und F higkeit zu arbeiten). Wie kann also der Arbeitgeber sicherstellen dass der Arbeitnehmer m glichst viel seines Arbeitsverm gens in den Dienst des Arbeitgebers stellt Zun chst erh lt der Arbeitgeber ein Dispositions- bzw. Direktionsrecht d.h. eine Mitverf gung ber die Person des Arbeitnehmers. Zudem besitzt der Arbeitgeber vielf ltige Konntrollm glichkeiten um die Differenz zwischen dem Leistungsverm gen des Arbeitnehmers und der tats chlichen Leistung gering zu halten. Als Kontrollmechanismen gelten u.a. pers nliche technische b rokratische und systemische Kontrolle. Aufgrund dieser Konstellation treten nat rlich Interessengegens tze zwischen Kapital und Arbeit auf: Die Arbeitnehmer haben Interesse an hohen Arbeitseinkommen bei gleichzeitiger Verringerung der Arbeitsleistung Die Arbeitgeber haben Interesse an geringen Lohnkosten bei gleichzeitiger Steigerung der Arbeitsleistung Arbeitsregulation Online : http://www.uni-stuttgart.de/soz/soziologie/regulation/ Raphael Menez M.A. Im Zuge der Rationalisierung der modernen Gesellschaft kam es zu einer Institutionalisierung von Einflu - und Mitwirkungsrechten der Arbeitnehmer (industrielle Demokratie). Mitbestimmungsrechte von Besch ftigten hatten das Ziel die Anordnungs- und Verf gungsrechte der Arbeitgeber einzuschr nken also das einseitige herrschaftsverh ltnis zu beschr nken. Zudem bildete die Entstehung von Arbeitnehmerkoalitionen (Gewerkschaften) ein wichtiges Korrektiv zum Arbeitsmarkt um die Konkurrenz der Arbeitskr fte untereinander zu mildern dem Lohndiktat der Arbeitgeber entgegenzuwirken und eine soziale Schlie ung von Arbeitsm rkten gegen ber potentiellen Mitbewerbern (z.B. Arbeitslose) zu erreichen. Arbeitsregulation Online : http://www.uni-stuttgart.de/soz/soziologie/regulation/ Raphael Menez M.A. Das duale System der industriellen Beziehungen Begriffskl rung Definition: intermedi res Organisations- und Institutionengeflecht (mit den Angelpunkten gewerkschaftliche und betriebliche Interessenvertretung) das sich als Kompromi struktur zwischen den antagonistischen Parteien Kapital und Arbeit herausbildete und seine rechtliche Ratifizierung durch Staat und Gesetzgebung fand (M ller-Jentsch 1983: 363). Kooperatives Modell der Konfliktregulierung Das wesentliche Charakteristika des deutschen Modells der industriellen Beziehungen (M llerJentsch) ist das duale System der berbetrieblichen und betrieblichen Interessenvertretung gekennzeichnet durch die Tarifautonomie einerseits und Betriebsverfassung andererseits. Regelungsebenen In der Arena Tarifautonomie verhandeln und vereinbaren die kollektiven Akteure Gewerkschaft und Arbeitgeberverband vorwiegend wenn auch nicht ausschlie lich die Verkaufsbedingungen der Arbeitskraft (wie Lohns tze Arbeitszeiten Rahmenregelungen der Besch ftigungsverh ltnisse) ... In der Arena Betriebsverfassung regeln die Akteure Betriebsrat und Management die konkreten Anwendungsbedingungen der Arbeitskraft ... (M ller-Jentsch 1995: 14). Regelungsebenen und Bereiche Akteure Rechtlich-institutioneller Rahmen Parlament Arbeitsverwaltung Arbeitsgerichte Gesetzgebung Verordnung Gerichtsurteil Gewerkschaft Verhandlung Schlichtung Arbeitskampf tarifvertragliche Mindestnormen Mitbestimmung Konsultation / Information Einigungsstelle Betriebsvereinbarung ber Lohn- und Arbeitsbedingungen Tarifautonomie (Industriezweig sektoraler Arbeitsmarkt) Betriebsverfassung (Unternehmen Betrieb) typische Regelungsverfahren vs. Arbeitgeberverband Betriebsrat vs. Management Arbeitsverfassung (Produktionsproze Arbeitsplatz) (unmittelbare) Vorgesetzte vs. normativer Output Rechtsnormen Auflagen Anweisung/Kontrolle vs. pr skriptive vs. Arbeitsgruppen Tripartismus (staatl. Wirtschafts- Besch ftigungs- Einkommenspolitik
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