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FLUGUNFALLUNTERSUCHUNGSSTELLE BEIM LUFTFAHRT-BUNDESAMT Postfach 30 54 D-38020 Braunschweig Tel. 05 31/23 55 - 0 V3 Braunschweig Februar 1995 Modellflug - ein gefahrloses Hobby Nach vielen Jahren der "Ruhe" ereigneten sich bei dem Betrieb von Flugmodellen innerhalb von 8 Monaten drei schwere Flugunf lle. Dabei wurden zwei Personen get tet zwei erlitten schwere zum Teil lebensgef hrliche Verletzungen und zwei Personen kamen leicht verletzt davon. Hierbei handelt es sich um die der Flugunfalluntersuchungsstelle (FUS) gemeldeten Unf lle. Von den bei Versicherungen als "Unf lle beim Spazierengehen" deklarierten Schnitt- Sch rf- Platz- Brand- und anderen Wunden soll erst gar nicht die Rede sein. Die Schilderung des Hergangs dieser drei uns gemeldeten Flugunf lle und der dabei gewonnenen Erkenntnisse soll Piloten Flugleitern und Vereinsvorst nden dabei helfen eigene Sicherheitsprobleme zu erkennen zu diskutieren und Abhilfe zu schaffen um dadurch zuk nftige Unf lle zu verhindern. Bei einem Flugtag eines Modellflugvereins vor etwa 1 000 Zuschauern stand unter anderem eine Kunstflugvorf hrung mit einem motorisierten Gro modell auf dem Programm. Nachdem zun chst problemlos verschiedene Flugfiguren geflogen worden waren berflog das Luftfahrzeug den Flugplatz schr g in Richtung des Zuschauerbereiches. In geringer H he ber der Start- und Landebahn wurde eine gerissene Rolle aufw rts vorgef hrt. Diese wurde in Richtung der Zuschauer ausgeleitet. Bei dem anschlie enden Abschwung zur Beendigung der Flugfigur geriet das Flugmodell ber den Zuschauerraum und es kam im Abfangbogen zu einer Kollision mit vier Personen. Folge: Ein Toter ein Schwerverletzter und zwei Leichtverletzte. Es wurde festgestellt da eine St rung der PCM-Anlage entgegen der ersten Annahme mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vorgelegen hat. In der beh rdlichen Veranstaltungsgenehmigung geforderte Sicherheitsabst nde und festgelegte Flugr ume waren durch den Piloten nicht eingehalten worden. Es bestehen zumindest erhebliche Zweifel daran da der Pilot durch den Veranstalter ausreichend in die geltenden Bestimmungen eingewiesen wurde. Ein weiterer Unfall ereignete sich als ein sich im Endanflug zur Landung befindliches Gro modell mit dem Piloten eines anderen Flugmodells kollidierte. Der Verungl ckte hatte zum Unfallzeitpunkt die Flugleiterfunktion inne. Er sollte wie in der Flugordnung des Vereins vorgesehen f r den Zeitraum des Fluges des Vereinskameraden die Luftraumbeobachtung bernehmen. Gleichzeitig f hrte er selbst Fl ge mit seinem Wurfgleiter durch. Er war gerade auf der Landebahn als das Luftfahrzeug mit ihm zusammenprallte. Folge: Ein Toter. Es wurde ermittelt da der Pilot etwa eine halbe Minute vor der Kollision die bevorstehende Landung durch Rufe angek ndigt hatte. Den auf der Bahn stehenden Kameraden hatte er erst unmittelbar vor der Kollision bemerkt. Der Verungl ckte selbst hatte das landende Flugzeug offenbar nicht gesehen. Bei einer W gung wurde festgestellt da die Masse des Flugmodells ca. 1 5 kg oberhalb der 20-kg-Grenze lag und es f r den Betrieb somit einer Erlaubnis nach der Verordnung ber Luftfahrtpersonal einer Verkehrszulassung f r das Luftfahrzeug und einer speziellen Aufstiegsgenehmigung der Landesluftfahrtbeh rde bedurft h tte. (bitte wenden) Bei dem dritten Unfall geriet ein von einem Acker gestartetes Segelflugmodell mit Elektromotor in eine unkontrollierte Fluglage und traf einen Zuschauer am Kopf. Folge: Der Zuschauer erlitt lebensgef hrliche Verletzungen. Zur Verhinderung m glicher hnlich gelagerter Flugunf lle empfiehlt die FUS: berpr fen Sie inwieweit an Ihrem Fluggel nde die h ufig vor Jahren erteilten beh rdlichen Auflagen eingehalten werden. Weisen Sie insbesondere bei Luftfahrtveranstaltungen "Gastflieger" gr ndlich in die flugplatzspezifischen Bedingungen ein. (Sicherheitsabst nde Flugr ume Flugh hen etc.) Bedenken Sie da bauliche Verbesserungen an Ihrem Flugmodell m glicherweise auch schwerwiegende! Folgen haben k nnen. Seien Sie sich bewu t da trotz vielversprechender Werbebrosch ren auch modernste Technik (z.B. PCM + "Failsafe") keinen absoluten Schutz gegen St rungen oder unkontrollierte Abst rze bieten kann. berpr fen Sie selbstkritisch Ihre fliegerischen F higkeiten und die eingesetzte Technik und bleiben Sie mit Ihrer Fliegerei immer auf der "sicheren Seite". Fragen Sie beim Kauf neuer Baus tze den Hersteller oder Vertreiber nach den f r das erworbene Flugmodell geltenden luftrechtlichen Bestimmungen. (z.B. Aufstiegsgenehmigung Zulassungspflicht etc.)
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- Source: www.modellflug-freakshow.at
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