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BNN-Pressemitteilung 20. Dezember 2006 Beschluss im EU-Agrarministerrat: Neue EU- ko-Verordnung ab 2009 Das Bio-Grundgesetz wird umgeschrieben Die seit 1992 geltende EU- ko-Verordnung wird novelliert. Das beschlossen die EU-Agrarminister gestern Abend in Br ssel. Vorausgegangen waren monatelange Diskussionen mit der Biobranche. Dabei konnte durchgesetzt werden dass privatrechtliche Standards f r Bioprodukte auch in Zukunft strenger gefasst sein d rfen als die gesetzlichen Mindestvorgaben kommentiert Elke R der Gesch ftsf hrerin des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel. Die Bio-Anbauverb nde d rfen ihre Qualit tszeichen weiterhin nutzen und der Fachhandel darf die Verbraucher auch weiterhin ber diese strengeren Standards informieren. Damit konnte ein entscheidender Baustein der Differenzierung im Biomarkt gesichert werden. Der Einsatz von privaten Siegeln hat bereits in der Vergangenheit die Weiterentwicklung des Biomarktes gef rdert und unterst tzt aus Sicht des BNN Herstellung und Handel die Orientierung der Kunden. Im urspr nglichen Entwurf der EU-Kommission war vorgesehen nur noch das EU-Biosiegel zuzulassen. Nun wird nur ein zus tzlicher Abdruck dieses Zeichens ab 2009 verbindlich steht aber aus Sicht des Naturkosthandels f r eine abgesenkte Qualit t gegen ber dem bisherigen EU-Bio-Standard. Nach der alten EU- ko-Verordnung war jede Etikettierung oder Werbung mit Bezeichnungen die den Eindruck vermitteln ein Produkt stamme aus Biolandbau f r Nicht-Bioprodukte untersagt. Diese sehr weitgehende Schutzformulierung wurde in Einzelaspekte zerlegt die in ihrer Summe nicht mehr die gleiche Klarheit erreichen. Gerade weil die EU-Agrarminister die Wahrung des Verbrauchervertrauens besonders hervorheben ist es unverst ndlich dass sich das bisher hohe Schutzniveau in ihrem Beschluss nicht wieder findet kritisiert BNN-Gesch ftsf hrerin R der. Der EU-Agrarministerrat hat sich noch nicht auf die im Detail wichtigen Durchf hrungsbestimmungen verst ndigt. Diese Anh nge der EU- ko-Verordnung sind von entscheidender Bedeutung im Handelsalltag werden nun aber erst unter der deutschen Ratspr sidentschaft erarbeitet. Um eine schl ssige L sung zu erreichen h tten Durchf hrungsbestimmungen und Verordnung gemeinsam diskutiert und beschlossen werden m ssen da sie wie Zahnr der ineinander greifen. Beispielsweise lassen sich formulierte Grunds tze und Ziele der BioAquakultur in der EU- ko-Verordnung nur dann beurteilen wenn auch technische Details wie Besatzdichte und F tterung bekannt sind die jedoch erst die Anh nge regeln. Der BNN Herstellung und Handel begr t dass es keinen speziellen Bio-Grenzwert f r gentechnisch ver nderte Anteile geben wird. Im kolandbau kommt Gentechnik genauso wenig zum Einsatz wie Pestizide. Wenn dennoch Verunreinigungen auftreten m ssen die Verursacher zur Verantwortung gezogen nicht aber die Bio-Landwirte oder Bio-Verarbeiter bestraft werden so Elke R der. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. Albrechtstr. 22 1 D-10117 Berlin Fon 030 / 847 1224-44 Fax -40 E-Mail kontakt@n-bnn.de Internet www.n-bnn.de und www.bnn-monitoring.de 1 Bereits zum Januar 2007 werden neue Regelungen f r den Import von Bio-Erzeugnissen aus Drittstaaten in Kraft treten. Diese Regelungen sind nicht pr zise genug um die Gleichwertigkeit von Bio-Ware aus Drittl ndern mit EU-Bio-Ware sicher zu stellen. Der Naturkosthandel wird daher noch st rker als in der Vergangenheit auf eigene Qualit tssicherungsma nahmen wie das BNN-Monitoring f r Obst und Gem se sowie auf die Differenzierung seines Angebots ber private Bio-Zeichen wie Bioland Demeter G a oder Naturland setzen. Grunds tzlich ist es ein gro er Erfolg dass der Regelungsausschuss zum Biolandbau erhalten blieb denn so ist eine demokratische Beteiligung der EU-Mitgliedsstaaten gesichert. Wirtschaftsakteure der Bio-Wertsch pfungskette m ssen jedoch k nftig noch besser am Gesetzgebungsverfahren beteiligt werden. Hier kann die deutsche Ratspr sidentschaft Zeichen setzen. Pressekontakt: Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. Katja Niedzwezky Tel. 030 / 847 1224-28 E-Mail: niedzwezky@n-bnn.de -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. Albrechtstr. 22 1 D-10117 Berlin Fon 030 / 847 1224-44 Fax -40 E-Mail kontakt@n-bnn.de Internet www.n-bnn.de und www.bnn-monitoring.de 2
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