File Info : Bio für eine starke Region
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Besuchen Sie uns im Internet unter www.neues-deutschland.de Datum: 01.10.2007 Seite: 9 Ressort: Inland Autor: Von Susanne G tze Bio f r eine starke Region Neues Siegel aus Brandenburg steht auch f r soziale Standards Bio ist nicht gleich Bio. Das ist bei vielen Verbrauchern angekommen. Wenn das Gem se oder der Aufstrich aus Mittelamerika oder China kommen ger t der kologische Anspruch der Produkte nicht nur ges nder zur sein sondern auch umweltvertr glich zur Farce und schadet zudem der regionalen Wirtschaft. Ein neues Siegel aus Brandenburg soll nun Abhilfe schaffen. Die deutsche Konsumwelt ist zu einem un bersichtlichen Siegelwald geworden. Doch anders sind die oft konventionellen Produktions- und Verarbeitungsbedingungen nicht von nachhaltigen Erzeugerkonzepten zu unterscheiden. Letztere haben dann das Nachsehen da sie meist teuerer sind. Bestes Beispiel: der Boom bei Biolebensmitteln. Waren vor einigen Jahren Erzeugnisse aus kologischem Landbau Nischenprodukte findet man nun auch bei Discountern von der M hre bis zur Kalbsleberwurst viele Waren mit dem europ ischen Biosiegel. Ist jetzt alles Bio oder was fragen sich da viele Verbraucher. Um sich von der Angebotspalette der Billiganbieter abzusetzen haben sich ko-Landwirte Verarbeiter und Biol den aus Brandenburg zusammengetan und ein neues Siegel entwickelt: fair®ional soll garantieren dass die Produkte aus Brandenburg kommen und zu fairen Konditionen vom Erzeuger bis zum Verk ufer gehandelt werden. Der Verbraucher soll wieder eine Beziehung zu den Herstellern seiner Produkte haben erkl rt Peter Krentz vom kodorf Brodowin der das Siegel mit unterst tzt. Die Leute sollen wissen wo ihre Produkte herkommen und wir freuen uns besonders wenn die Berliner zu uns ins Umland kommen um sich bei uns alles anzuschauen so der Landwirt vergangenen Sonnabend bei der Vorstellung des Siegels in Berlin. Der Hof Brodowin hat seit ber zw lf Jahren eine verl ssliche Gesch ftsbeziehung zu der Brandenburger Bio-B ckerei M rkisches Landbrot er beliefert diese mit Getreide. Die B ckerei kooperiert wiederum mit dem Vertriebsunternehmen LPG dass in Berlin vor kurzem Europas gr ten Biosupermarkt er ffnet hat. Alle Akteure der Handelskette haben sich der Charta des fair®ional - Siegels angeschlossen. Es verpflichtet uns untereinander langfristige und faire Vertr ge abzuschlie en und sichert so jedem Unternehmen die Abnahme seiner Produkte erkl rte Joachim Weckmann von M rkisch-Landbrot. Man wolle sich gegenseitig st rken. Die Globalisierung habe den Handel auf den Kopf gestellt: Sonneblumenkerne aus China kosten 95 Cent pro Kilo Spreew lder das doppelte. Dieser absurden Entwicklung wollen wir mit regionaler Solidarit t entgegenwirken sagte Weckmann. Das fair®ional Siegel ist das erste seiner Art. Seine kologischen Standards gehen ber das europ ische Biosiegel hinaus. Wir wollen zeigen dass es noch besser geht betont der B cker Weckmann. Die Unternehmen verpflichten sich zudem dass der Anbau und die Erzeugung von Produkten vollst ndig in der Region erfolgt ist. Das Siegel beinhaltet zudem soziale Kriterien f r die sonst das herk mmliche Fair-Trade-Siegel steht. Dieses bezieht sich aber weniger auf die regionale Zusammenarbeit von Erzeugern in Deutschland als auf die Unterst tzung von Genossenschaften in Entwicklungsl ndern denen deutsche Abnehmern faire Preise und langfristige Liefervertr ge zusichern. F r den Bauer Krentz aus Brodowin geht es aber vor allem um die Entwicklung Berlin-Brandenburgs: Jeder Arbeitsplatz der in unserer Branche entsteht kommt am Ende der Region zu Gute stoppt die Ver dung von Landstrichen und die Abwanderung so Krentz. Mit dem Siegel verpflichten sich die Unternehmen zudem an gesellschaftlichen und sozialen Projekten in der Region mitzuwirken. Man f hle sich verantwortlich so hei t es in der Charta den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region zu f rdern. Das Engagement reiche schon von der Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter bis hin zu Angeboten f r Schulklassen oder die Kooperation mit sozialen Tr gern. LPG-Biosupermarktchef Werner Schauerte ist ebenfalls begeistert von der Initiative. Er glaubt dass Kunden die bei ihm einkaufen gro en Wert auf regionale Produkte legen. Leider gibt es in vielen Bereichen noch nicht so viele Erzeugnisse die wir aus der n heren Umgebung beziehen k nnen das betrifft vor allem weiterverarbeitete Produkte so Schauerte. Bis jetzt ist das Siegel auf gut 50 Artikeln zu finden fast alles Getreide und Fleischwaren. Mehr Infos im Internet unter www.fair-regional.de
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