Contents :
Cas Wouters ' Van Minnen en Sterven. Informalisering van omgangsvormen rond seks en dood. Amsterdam: Uitgeverij Bert Bakker 1990.306 Seiten. ISBN 9-0351-0975-9 Preis: h 45 -. Van Minnen en Sterven Van Minnen en Sterven" zu Deutsch vom Lieben und Sterben' handelt von Ver nderungen in den Umgangsformen rund um die zentralen Angelegenheiten des Lebens um Liebe und Tod. Cas Wouters konstatiert Prozesse der Informalisierung in deren Verlauf mehr Formen der Emotionsregelung und des Verhaltens akzeptiert werden. Er sieht den von Norbert Elias beschriebenen Zivilisationsproze als in seiner Richtung ver ndert und strebt eine Modi zierung der Zivilisationstheorie an. Er entwickelt eine Theorie der Formalisierung und Informalisierung als verschiedener Phasen von Zivilisationsprozessen und belegt sie anhand empirischen Materials. Das vorliegende Buch enth lt die berarbeitungen verschiedener Aufs tze von Wouters die im Laufe der achtziger Jahre entstanden sind. In deutscher Sprache erschien bislang nur der 1976 entstandene Beitrag Informalisierung und der Proze der Zivilisation" in dem 1979 erschienenen Materialienband zur Zivilisationstheorie. Durch Vermittlung u.a. von Johan Goudsblom und wohl auch wegen einer besonderen niederl ndischen Af nit t zu einer Theorie der Machtbalancen (Stichwort verzuiling') fand die Eliassche Soziologie in den Niederlanden starken Anklang. In der Folge stellte sich die Frage nach dem Aktualit tswert der Zivilisationstheorie. Wouters erkl rt darin Elias folgend soziale und psychische Wandlungsprozesse aus sich ndernden Macht- und Abh ngigkeitsverh ltnissen. Bei Elias ist der Proze der Zivilisation ein Proze der Disziplinierung der Individuen der zunehmenden Unterwerfung des Verhaltens unter straffere Regulierungen. Dem scheint die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte offensichtlich gegenl u g zu sein. Gegen ber strikt regulierten Verhaltenscodes haben sich Selbststeuerung Kontrolle des Es' durch das Ich' Variationsspielraum exible Anwendung von Verhaltensregeln als neue Ideale einer bewu teren Steuerung erwiesen. Wouters f hrt diese Ver nderungen im Ursprung auf ausgeglichener werdende Machtbalancen zwischen einzelnen gesellschaftlichen Gruppen zur ck. Er sieht von daher den Zivilisationsproze als in seiner Richtung ver ndert an. Zu Beginn des Informalisierungsprozesses werden die gesellschaftlichen Machtverh ltnisse st rker ffentlich thematisiert. Ein vormaIs nat rlich' erscheinendes gesellschaftliches Ideal von harmonieuze ongelijkheid' trat in den Hintergrund. In Emanzipationsprozessen erreichen die sich emanzipierenden machtschw cheren Gruppen wie Frauen Homosexuelle Arbeitnehmer J ngere etc. nicht allein neue Verhaltensm glichkeiten f r sich selber so da die Spielr ume etablierter Gruppen zur Aus bung ihrer Machtpositionen kleiner werden es er ffnen sich auch diesen neue Verhaltensm glichkeiten. Auf der psychisch-individuellen Ebene kommt der Informalisierungsproze zu einem gro en Teil dadurch zum Ausdruck da tiefere' Gef hle und die berwindung verdeckter' ngste angestrebt werden Bedingungen f r die Emanzipation der Emotionen' die mit der Informalisierung einhergeht. Durch diese Selbsterfahrungsprozesse werden sich Menschen verschiedener Emotionen und Impulse bewu t die vorher aus Angst vor Sanktionen von Machtst rkeren bzw. gesellschaftlicher Institutionen abgewehrt wurden. Dies betrifft vor allem prim re Impulse und Gef hle rund um Sex Besitz Gewalt und Tod. In den nachfolgenden Generationen werden Selbsterfahrungsprozesse gew hnlicher sie werden in Verhaltenscodes aufgenommen und damit formalisiert. Nach dem Boom der Emanzipationsbewegungen in den sechziger und siebziger Jahren sieht Wouters in den achtziger Jahren eine gegenl u ge Bewegung hin zu Assimilation und Integration. Hier stellt er erneut eine Richtungsver nderung fest zu einer Re-Formalisierung. Der Code wird formeller was aber keineswegs eine R ckkehr zu der Phase vor der Informalisierung bedeutet. Innerhalb dieses Prozesses ndet eine (Wieder-) H herbewertung der individuellen gesellschaftlichen Position und des konomischen Erfolges statt. Wouters konstatiert dabei sowohl in den Medien als auch in den Sozialwissenschaften eine Zunahme der Identi kation mit Etablierten' gegen ber einer Identi kation mit Au enseitern'. Allerdings sind die M glichkeiten zur Erlangung etablierter Positionen andere geworden als vormals. Soweit zu Informalisierung und Re-Formalisierung. Kurz zum Quellenmaterial: Wouters unterscheidet zwischen drei verschiedenen Arten von Quellen. In der Tradition von Elias stehend nutzt er Manierenb cher bzw. Ratgeber in Sachen Heirat und Sexualit t. Hiermit f hrt er eine vergleichende Inhaltsanalyse durch die vor allem Ver nderungen in den Umgangsformen zwischen den Geschlechtern beleuchtet. Im weiteren greift er
- Rating :
- Search Skype/AIM!
- File Type : .pdf
- Length : 3 pages
- File Size: 63.6 kb
- Virus Tested : No
- Verified : 2012-04-09
- Source: www.klaus-janowitz.de
INFO HASH : 13d19c08a5f08b24e9e313448bbfc1e4ffce21d4
blog comments powered by Disqus

Download now