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Dieter Rehfeld/Mag Wompel Profilierung im globalen Kontext: berlegungen zur Weiterentwicklung kommunaler und regionaler Wirtschaftspolitik 1 Einleitung Mitte der 80er Jahre wurde mit den ersten Regionalisierungsinitiativen in vieler Hinsicht Neuland betreten. Diesen konzeptionell und organisatorisch sehr unterschiedlichen Initiativen zur regionalen Zusammenarbeit ist gemeinsam da sie nicht die bestehenden politischadministrativen Handlungsfelder und Strukturen ersetzen wollen. Sie wollen diese vielmehr in vertikaler und in horizontaler Hinsicht erg nzen. Vertikal (Kommune Mittelinstanzen Land Bund) und horizontal ( ffnung f r die Beteiligung gesellschaftlicher Gruppen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit) werden Diskussions- und Kooperationszusammenh nge aufgebaut die im erfolgreichen Fall als Netzwerke der unterschiedlichen Akteure fungieren und einen Beitrag zur Koordination der ansonsten r umlich (einzelne Kommunen) und sektoral (Fachpolitiken) fragmentierten politischen Aktivit ten leisten k nnen. 2 Regionalisierung zwischen Runden Tischen und Globalisierung Die Erfahrungen dieser Regionalisierungsinitiativen machen deutlich da auch wenn anf nglich immer wieder Umwege in Kauf genommen werden mu ten eine intelligente Regionalpolitik in der Lage ist Impulse f r eine gesellschaftliche wie auch wirtschaftspolitische Neuorientierung zu liefern die so entstehenden Ideen zu b ndeln und zielgerichtet umzusetzen. Gleichzeitig ist aber auch eine gewisse Ern chterung gegen ber der Regionalisierung zu erkennen. Sie hat ihren Grund darin da in vielen Regionen die einst gro en Hoffnungen nicht erf llt wurden und sich kommunale Egoismen von daher erneut in den Vordergrund dr ngten. In manchen F llen ist sie gerade an diesen Egoismen gescheitert. In vielen Regionen stellte sich Regionalisierung eben nicht als der erhoffte Lernproze heraus sondern verblieb im Stadium der Organisation Runder Tische . Drehen sich diese nur noch im Kreis um sich selbst wird der konkrete Nutzen f r die Beteiligten nicht erkennbar so nutzt sich fr her oder sp ter auch der anf nglich berall gelobte Proze nutzen ( Gut da wir mal miteinander geredet haben ) ab. Diese negativen Erfahrungen lassen momentan vielfach die Frage aufkommen inwieweit regionalpolitische Initiativen berhaupt noch Sinn machen. Hierzu hat auch die seit einigen Jahren ihre Bl ten treibende Globalisierungsdebatte beigetragen die von einer Aufl sung r umlicher Strukturen ausgeht aber auch von der Abl sung direkter Kommunikation - die immer auch r umliche N he erfordert - zugunsten elektronisch vermittelter zunehmend weltweit organisierter Kommunikation. So propagiert die Globalisierungsdebatte eine Vision des virtuellen Unternehmens in der Region als sozialer Bezugsraum an Bedeutung verliert wenn nicht gar pulverisiert wird. Interessant ist in diesem Zusammenhang da in anderen ebenfalls von der Globalisierung nicht unber hrten L ndern die Praxis genau in die Gegenrichtung tendiert: sterreich England aber auch zum Beispiel Indien haben in den vergangenen Jahren ihre regionalpolitischen Initiativen gerade mit dem konomischen Ziel der St rkung und Entwicklung von Produktionsclustern als regionale Innovationschwerpunkte erheblich ausgebaut und hierbei beachtliche Erfolge erzielt. Dies deutet darauf hin da im Rahmen einer zunehmenden Globalisierung wirtschaftlicher Strukturen die regionalen Zusammenh nge und damit Handlungsstrategien keineswegs zwangsl ufig an Bedeutung verlieren. 3 Regionale Profilierung in einer globalen Wirtschaft Ohne Zweifel fehlt es auch heute noch an verallgemeinbaren Aussagen ber die Ver nderung der Bedeutung von Regionen im globalen Kontext. Wir verf gen aber mittlerweile ber eine umfangreiche empirische Erfahrung die plausibel werden l t da die St rke von Regionen im Rahmen globaler Netze in der Existenz von Produktionsclustern besteht die als Innovationsschwerpunkte profilbildend wirken: Fallstudien ber erfolgreiche Regionen zeigen da in derartigen Regionen Innovationen auf Basis einer Wirtschaftsstruktur hervorgebracht werden die sich als Gleichzeitigkeit von regionaler Spezialisierung und funktionaler Differenzierung beschreiben l t. Regionale Spezialisierung bezieht sich darauf da unter heutigen Bedingungen keine Region mehr Kompetenzen in einer Vielzahl von Produktionsketten f r sich beanspruchen kann sondern lediglich in ausgew hlten Feldern in denen sie sich profilieren kann. In der Regel weisen erfolgreiche Regionen ein drei oder vier Produktionscluster umfassendes Profil auf. Die funktionale Differenzierung bezieht sich auf dieses Profil: Hersteller spezialisierte Zulieferer und produktionsorientierte Dienstleister Leitkunden und Forschungseinrichtungen sind in ihrem Zusammenspiel notwendig um im Rahmen einer Produktionskette eine innovative Kompetenz aufzuweisen.
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